BVS zieht positives Fazit zum Ende der Freibadsaison

10.09.2018
Kategorie: SVS Pressemitteilungen 2016, BVS Aktuelles, BVS Pressemitteilungen  

Badespaß pur gab es auch 2018 wieder im Kneippbad. Nun ist die Saison vorüber. Bild: BVS

Sechs Wochen lang gehörte das Kneippbad zu einem der beliebtesten Plätze in Villingen-Schwenningen: Während der Hitzeperiode konnten sich die Doppelstädter im grundlegend modernisierten Freibad erfrischen und den Sommer genießen. Seit Sonntag ist das Kneippbad nun in der Winterruhe. Bäderbetriebsleiter Jerome Chapus ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Es war zwar eine verkürzte, aber eine tolle Freibadsaison. An allererster Stelle steht für uns, dass es keinen Badeunfall gab. Und mit den Besucherzahlen sind wir zudem vollauf zufrieden.“

Zweit stärkste Saison im Fünf-Jahres-Vergleich

Während der diesjährigen Sommersaison haben demnach 23.764 Personen das Kneippbad besucht. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es 16.910, 2016 25.357, 2015  20.502 und 2014 5.670. Damit ist die nun zu Ende gegangene Saison für Juli und August die zweit stärkste im Fünf-Jahres-Vergleich. BVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter ist zufrieden: „Das freut uns natürlich sehr. Es war während der Bauphase ein Kraftakt für uns, das Kneippbad überhaupt soweit fertig zu bekommen, dass wir in diesem Sommer eröffnen konnten. Schön, dass das Wetter mitgespielt hat und die Bevölkerung von Villingen-Schwenningen so gut angenommen hat und fast durchgängig die Sommerferien im Kneippbad verbringen konnte.“

Positive Rückmeldungen

Überwiegend positiv wurde das neue Kneippbad von den Badegästen aufgenommen. „Wir haben viel Lob und positive Rückmeldungen erhalten. Dafür bedanken wir uns herzlich“, sagt Ulrich Köngeter. „Das bestätigt uns in unserer Planung und Umsetzung, in die wir seit über einem Jahr sehr viel Herzblut und jede Menge Nerven investiert haben. Auch für uns war die Bauphase mit den vielen bösen Überraschungen kein Zuckerschlecken.“

Ab 2019 ist eine Saisonkarte erhältlich

Trotz der vielen erfreuten Badbesucher wurde auch stellenweise Kritik laut.  „Wir sind offen und nehmen die Kritik gerne an“, sagt BVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter. „Was möglich und im Rahmen ist, werden wir bestmöglich umsetzen.“ Das zeige etwa die Schaffung des zusätzlichen Parkplatzes an der Kreuzung Peterzeller/Kirnacher Straße im vergangenen Jahr und der Wunsch nach einer Saisonkarte in diesem Jahr. „Wir werden für die Saison 2019 erstmals eine Saisonkarte auflegen. Details werden wir im kommenden Jahr bekannt geben“, verkündet BVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter. Er bittet zugleich aber auch um Verständnis: 

„Manch anderen Wünschen können wir leider nicht nachkommen.“ Hierzu zählt der immer wieder geäußerte Wunsch nach einer Rutsche. Wenn man eine Rutsche bauen wolle, müsse diese in ein eigenes Becken führen. Hieraus resultieren zusätzliche Bau-, Wartungs- und Personalkosten, die im hohen sechsstelligen Bereich liegen würden. „Eine Planung dafür gibt es jedoch nicht“, sagt Ulrich Köngeter. „Priorität hatte die Modernisierung des Bestands.“

Was ein Teil der Besucher lobend hervorhob und als Bereicherung ansieht, stieß bei anderen auf Kritik: der Hochwasserschutzwall. „Wir mussten uns beim Bau an die gesetzlichen Vorschriften halten“, erklärt Köngeter. „Daher waren wir gezwungen, den fünf Meter langen Abstand zum Brigachufer einzuhalten.“ Die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt habe reibungslos und konstruktiv funktioniert, das sei nicht selbstverständlich und daher besondere Erwähnung wert, so Köngeter.

Schattensituation wird optimiert

In sozialen Netzwerken sei die „Schattensituation“ bemängelt worden. Bäderbetriebsleiter Jerome Chapus erläutert die Situation: „Wir haben lediglich bei den Ballspielfeldern im rückwärtigen Bereich einen Viererkranz Bäume entfernen lassen, da dieser marode war und eine Gefahr für die Badegäste ausgegangen wäre, hätten wir die Bäume in diesem Zustand so belassen. Ansonsten haben wir keine Schattenspender entfernt.“ Möglicherweise sei den Badegästen aufgefallen, dass die fünf Schirme, die bislang an der Stelle standen, an der sich die Baustraße befindet, fehlen. „Nach finalem Abschluss der Bauarbeiten werden die Schirme im kommenden Jahr wieder an ihrem ursprünglichen Platz aufgestellt. Ab der nächsten Freibadsaison werden sie wieder zur Verfügung stehen.“ Die BVS hat sich darüber hinaus dem Wunsch der Badegäste angenommen und wird nun im Herbst zusätzlich Bäume pflanzen. Jerome Chapus ergänzt: „Ab der Saison 2019 steht den Besuchern auch wieder die Liegewiese hinter dem Mühlenkanal zur Verfügung, hier werden die alten, hohen Bäume bestimmt auch ausreichend Flächen mit Schatten spenden.“

Über die Presse sei Kritik an die BVS bezüglich des Plastikgeschirrs herangetragen worden. „Wir haben Gründe, weshalb es kein Glas- und Porzellangeschirr mit Pfandsystem gibt“, betont Jerome Chapus. „Der BVS obliegt die Verkehrssicherungspflicht in den Bädern. Wenn einem Badegast Glas oder Porzellan auf den Steinboden hinabfallen und zerbersten, bleiben oft minimale Splitter, an denen sich die Badegäste die Fußsohlen verletzten können. Oft hilft das penibelste Aufkehren der Scherben nicht und winzige Splitter bleiben zurück.“ Bei der Ausgabe der Glasflaschen im Kiosk würden die Badegäste auch gebeten, den Weg zum Liegeplatz über die Wiesenfläche zu nehmen, so dass die Gefahr von Scherben gemindert würde.

Von Badegästen wurde der Wunsch nach ausgewiesenen Raucherbereichen geäußert. Diesem Wunsch kann die BVS nicht nachkommen. Warum? „Weil unser Bäderteam es nicht leisten kann zu kontrollieren, ob auch außerhalb eines solchen Bereichs geraucht wird. Und welche Möglichkeiten der Sanktionierung blieben uns bei Nichteinhaltung?“

Großer Dank für Verständnis

Nun ist diese erste Saison im modernisierten Kneippbad vorbei. Die Optik wird sich im kommenden Jahr noch verändern. Denn manche Beete werden noch bepflanzt, hübsch hergerichtet, der Bauzaun wird im 2019 verschwunden und die Wiese begrünt sein.  „Wir freuen uns auf die nächste Freibadsaison und bedanken uns im Rückblick  2018 ganz herzlich bei den Besuchern für ihr Verständnis für den kurzfristigen Baulärm und die verkürzte Badesaison. In den kommenden Jahrzehnten können sich die Badegäste dann wieder pünktlich Ende Mai in die erfrischenden Fluten des Kneippbads stürzen“, so Ulrich Köngeter. „Nicht vergessen wollen wir den Dank an die am Umbau beteiligten Firmen. Durch sie war es erst möglich, das Freibad am 28. Juli zu eröffnen.“

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