15.09.2026

Großartige Freibad-Saison 2026

Die BVS zieht eine durchweg positive Bilanz über die Sommerzeit im Kneippbad: Es waren 25 Prozent mehr Besucher als im vergangenen Jahr. Außerdem erklärt das Bäderteam, wie das Villinger Freibad winterfest gemacht wird

Der Sommer 2026 geht als Rekord-Sommer in die Geschichtsbücher ein. Bei der wochenlang anhaltenden Hitze war der Sprung ins kühle Nass oft die einzige Möglichkeit den Temperaturen zu entfliehen. Das spiegelt sich auch in den Besucherzahlen des Kneippbads wider. Insgesamt 63.100 Badegäste haben sich zwischen 25. Mai und 13. September im idyllischen Villinger Freibad abgekühlt. Das sind über 12.000 Badegäste mehr als im vergangenen Jahr (49.200). Die besucherstärkste Woche war die Kalenderwoche 26, Ende Juni, als sich knapp 12.500 Badegäste im Kneippbad erfrischt haben.

Ausnahmslos positive Rückmeldungen
Gregor Gülpen, Geschäftsführer der BVS, freute sich über die sehr guten Besucherzahlen und zieht eine durchweg positive Bilanz über die Freibadsaison 2026. Bei einem Pressegespräch vor Ort blickte er auf die vergangenen 15 Wochen zurück. „Wir haben 2026 eine ausnahmslos großartige Sommerzeit erlebt“, sagte er begeistert. „Natürlich sind die Besucherzahlen eines Freibads direkt an das Wetter geknüpft. Und das Wetter hätte für die Freibad-Freunde nicht besser sein können. Hinzu kommt, dass wir im Kneippbad eine tolle die Atmosphäre hatten und uns die Badegäste durchweg positive Rückmeldung gegeben haben.“ Er ergänzte: „Und: Die Neuerungen, die wir in diesem Jahr eingeführt haben, stießen ausnahmslos auf positive Resonanz“, so Gülpen. 

Rückblick auf die Neuerungen
Der für das Kneippbad verantwortliche Schwimmmeister Enrico Krause blickte auf die Neuerungen zurück: „Ohne Diskussionen und ohne Probleme haben sich die Badegäste an die Einführung des Raucherbereichs gehalten.“ Die BVS war aufgrund der neuen Gesetzgebung zum Nichtraucherschutz verpflichtet, entweder das Rauchen im Bad zu untersagen oder einen separaten Raucherbereich auszuweisen. Der nördliche Teil des Geländes über dem Mühlenkanal eignete sich am besten. „Es freut uns, dass das so gut geklappt hat“, sagte Krause.

Als „absoluter Renner für die Kinder“ kristallisierten sich die Dino-Knochen zum Ausgraben und Entdecken heraus, berichtete der Kneippbad-Leiter. „Die Freude war riesig, als die Kinder die Knochen aus dem Sand freigelegt hatten.“

Neu in diesem Sommer war auch die Einführung einer Gewitterwarnung im Kneippbad – „ein echter Mehrwert“, wie Bäderbetriebsleiter Christian Helbig sagte.  Das System überwacht das Wettergeschehen im Umkreis von 20 Kilometern rund um das Kneippbad. Im Fall eines Blitzes im Umkreis von zehn Kilometern um das Bad wurden die Schwimmbecken geräumt. Nach jedem Blitz startet ein Countdown von 20 Minuten, so dass die Badegäste sehen können, wann sie wieder schwimmen gehen können.  Mit Ende der Badesaison pausiert nun auch die Gewitterwarnung bis zum Start der Freibad-Saison 2027.

Technik wird außer Betrieb genommen
Die Freibad-Saison 2026 ist seit 13. September, 20 Uhr passé. Gleich am Montag hat das Bäderteam begonnen, das Kneippbad winterfest zu machen. Was das bedeutet, erläutert Enrico Krause: „In erster Linie geht es darum, die Technik außer Betrieb zu nehmen und damit in den Ruhestand zu versetzen.“ Filter, Pumpen und Reinigungsanlagen pausieren bis zur Inbetriebnahme Anfang Mai 2027. Es wird das Messwasser aus der entsprechenden Leitung abgelassen, so dass diese über die Winterzeit trockenfällt und im Frost nicht platzt – „das gilt übrigens für alle Leitungen, in denen sich das Wasser befindet“, erklärte der Kneippbad-Leiter. Ein weiterer Schritt ist, dass die Chlorgasflaschen außer Betrieb genommen und aus dem Bad gebracht werden.  Dies war gleich mit der Schließung am Sonntagabend der Fall.

Wasserstand wird abgesenkt
Enrico Krause erklärte, warum der Großteil des Wassers in den Becken verbleibt: „Da die beiden Schwimmbecken aus Edelstahl sind und durch den Druck des Wassers Stabilität bekommen, belassen wir das Wasser drin und lassen es erst im Mai für die Reinigungsarbeiten ab. Wir senken lediglich den Wasserstand um 20 bis 30 Zentimeter ab.“ Darüber hinaus werden alle Sonnenschirme witterungsbeständig verräumt, die Sonnenliegen gelagert, die Solaranlage außer Betrieb genommen.

Hochwasserschutz wird installiert
Zu guter Letzt wird der Hochwasserschutz vor dem Eingang installiert. Damit wird das Kneippbad in den Winterschlaf versetzt. Ein- bis zweimal pro Woche kontrolliert das Bäderteam das Gelände sowie das Technikgebäude – bis dann Anfang Mai das Bad aus dem Dornröschenschlaf erweckt wird.