28.03.2018

Kneippbad eröffnet später

Eine fast durchgängige Kältewelle von Februar bis Ende März in Kombination mit Hochwasser, einer dadurch überfluteten Baustelle und der Bau eines ungeplanten Hochwasserschutzes – dieses Wetter zieht nun seine Konsequenzen nach sich: Das mit neuen Edelstahlbecken ausgestattete Kneippbad wird nicht – wie ursprünglich geplant – Mitte Juni eröffnen können, sondern erst am Samstag, 7. Juli.

BVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter bedauert die Verschiebung und erklärt die Hintergründe: „Wir konnten mit einer solchen Pechsträhne beim Bau des zweiten Sanierungsabschnitts nicht rechnen. Bei der Bauplanung geht man davon aus, dass es im Januar und Februar kalt ist – so, wie es in den vergangenen Jahren auch war – und man ab März wieder mit dem Bau beginnen kann." Doch nun kamen die unkalkulierbaren Faktoren hinzu, deren Kombination am Ende zu der Bauverzögerung geführt haben: „Das Hochwasser Anfang Januar hat uns für einige Tage lahmgelegt und uns außerdem aufgezeigt, dass wir dringend einen Hochwasserschutz bauen müssen, um künftig für solche Ereignisse gewappnet sein können." Ulrich Köngeter merkt an, es sei eine freiwillige aber vor allem wirtschaftliche Entscheidung, den Hochwasserschutz im Zuge des Neubaus von Technik- und Eingangsgebäude zu errichten. „Jetzt sind alle notwendigen Gerätschaften sowieso auf der Baustelle. Damit halten wir die Kosten so gering wie möglich. Würden wir den Hochwasserschutz in einigen Jahren erst bauen, müssten wir mit deutlich höheren Rüstkosten kalkulieren und wieder eine Baustelle einrichten. So haben wir alles in einem." Die Krux an einer Baumaßnahme in einem Freibad sei, dass nur ein sehr knappes Zeitfenster zur Umsetzung zur Verfügung stehe. „Wir haben umgehend nach Ende der Badesaison Mitte September mit den Baumaßnahmen für den neuen Eingangsbereich und das neue Technikgebäude begonnen. Doch die Witterung hat uns einen Strich durch die ambitionierten Pläne gemacht", so der Geschäftsführer der Bädergesellschaft.

Ulrich Köngeter, selbst begeisterter Schwimmer, weiß, dass die Badegäste wegen der noch weiter verkürzen Freibadsaison enttäuscht sein werden. Er bittet jedoch um Nachsicht: „Beim ersten Sanierungsabschnitt des Kneippbads vor zwei Jahren ist es uns gelungen, eine Punktlandung zum Saisonstart hinzulegen. In den vergangenen Jahren konnten wir immer pünktlich eröffnen – in diesem Jahr zum ersten Mal leider nicht." Wenn die Bauarbeiten im Kneippbad abgeschlossen sein werden, wird das Freibad zukunftstauglich und frisch saniert sein, so dass in den kommenden Jahren keine Bauarbeiten mehr nötig werden und auch die Badesaison regulär starten kann.

Doch es gibt auch gute Nachrichten für die Kneippbad-Freunde, denn sie müssen auf das Schwimmen nicht verzichten: Die Bäder Villingen-Schwenningen GmbH (BVS) wird das Hallenbad, das von einer schönen Liegewiese umgeben ist, bis 30. Juni öffnen, bevor das Bad in die reguläre Revisionspause geht. Bäder-Betriebsleiter Jerome Chapus ergänzt: „Jeder Badegast ist uns auch in Schwenningen herzlich willkommen. Das Neckarbad hat einen großzügigen und wunderschönen Außenbereich, der zum Verweilen einlädt." Er bittet im Namen des Bäderteams abschließend um Verständnis: „Wir hoffen, der Sommer wird ab Juli richtig Einzug halten, so dass unsere Badegäste eine verkürzte, aber umso intensivere Freibadsaison 2018 erleben können."